Torsten Gerlach

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Bürgermeisterkandidat für Moers

 

Ein sicheres Moers

Die Sicherheit der Bürger(innen) ist die ureigene Aufgabe des Staates also von Bund, Land und auch Kommune. In diesem Konstrukt der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gibt jeder einzelne Bürger seine individuelle Macht an den Staat ab und erhält dafür – unter anderem – Schutz und Sicherheit.

Sicherheit darf für unser Verständnis in Moers nicht länger nur darauf basieren, Unsicherheiten zu beseitigen. Wir müssen dazu übergehen, Unsicherheiten von Beginn an zu vermeiden.

Auch wenn es bekanntlich 100% Sicherheit nicht geben kann, gibt es vermeidbare Umstände die dazu führen, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen empfindlich gestört wird. Nach vielen Gesprächen in unserer Stadt, gehört zweifelsfrei die Nachtabschaltung zu genau diesen Umständen.

Viele Bürger(innen), insbesondere diejenigen, die im Schichtdienst arbeiten und auch zur Nachtzeit zur Arbeit fahren oder nach Hause kommen, fühlen sich unsicher. Umso entrüsteter reagieren sie, wenn sie das Gefühl vermittelt bekommen, sie würden sich unbegründet unsicher fühlen. Zur Erinnerung – Wir sprechen über das subjektive (!) Sicherheitsgefühl unserer Bürger(innen).

Letztlich beeinträchtigt die Nachtabschaltung aber auch in Teilen die Einsätze unserer Sicherheits- und Rettungskräfte. In Dunkelheit ohne permanente Lichtquelle einen Einsatzort oder die richtige Hausnummer zu suchen kann Sekunden kosten. Sekunden können über den Ausgang eines Einsatzes entscheiden.

Die Konsequenz kann nur sein, dass wir die Nachtabschaltung möglichst schnell beenden. Wir müssen das Licht wieder einschalten!

Vermehrt kommt es zu Verkehrsverstößen jugendlicher Männer die sich in unserer Stadt unerlaubte Autorennen liefern, die letztlich zu einem Todesopfer geführt haben. Hier müssen wir an den relevanten Stellen über Verkehrsmaßnahmen sprechen und in Kooperation mit der Polizei gezielte Kontrollen und Verkehrsüberwachung durchführen.

Weniger hilfreich werden flächendeckende 30er Zonen sein, insbesondere solch eklatantes Fehlverhalten gründet auf einer generellen Missachtung der Regeln – Hier braucht es eine möglichst schnelle und individuelle Bestrafung der Verursacher.

Vermehrt wurde in den vergangenen Jahren über die sinkende Attraktivität der Hombergerstraße zwischen dem Königlichen Hof und dem Moerser Bahnhof gesprochen. Von zahlreichen Wettbüros, Leerständen über Personengruppen bis hin zu einer tödlichen Messerstecherei häufen sich die Bedenken, dass sich im Herzen unserer Stadt eine No-Go-Area entwickeln könnte.

Die Stadt Moers und die Politik muss gemeinsam das Gespräch mit den Betreibern entlang der Hombergerstraße suchen, um gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Die tödliche Messerstecherei hat gezeigt, dass die Sorgen unserer Bürger(innen) nicht unbegründet sind. Der mehrfache Aufruf der Polizei nach der Tat an die Öffentlichkeit, Bild- und Videomaterial zur Verfügung zu stellen, um die Täter zu überführen, bietet Anlass über eine punktuelle Videoüberwachung solcher Bereiche nachzudenken.

Als unmittelbare und sichtbare Maßnahmen müssen wir eine effektive Kooperation zwischen der Polizei Moers und der Moerser Ordnungsbehörde anstreben. Daraus können gemeinsame Streifen zu den Schwerpunktzeiten als regelmäßige Strategie gegen solche Entwicklungen entstehen.

Um solche Streifen und eine grundsätzlich sichtbarere Präsenz zu ermöglichen muss die Ordnungsbehörde der Stadt Moers aufgestockt und die Ausrüstung bzw. Ausstattung der Mitarbeiter(innen) deutlich verbessert werden

Im Jahr 2019 wurde durch den Stadtrat das Grillen im Stadtpark in einer bestimmten Grillzone erlaubt. Damit sind wir im direkten Umkreis die einzige Stadt die dies kostenfrei erlaubt. In den meisten Nachbarstädten gilt ein striktes Grillverbot.

Mehrheitlich scheint mir die Moerser Bürgerschaft keinerlei Interesse an der Möglichkeit im Park grillen zu können, zu haben. Vielmehr stößt das Grillen im Stadtpark mehrheitlich auf Missbilligung. Zudem werden durch die teilweise umfangreichen Müllberge zusätzliche Kosten für die Allgemeinheit fällig – denn dieser Müll wird am nächsten Tag von der ENNI entsorgt.